Die Frühjahrssaison 2026 begann in vielen Marketingabteilungen mit dem üblichen Druck, Budgets vor Ostern zu binden. Auffällig war diesmal weniger die Lautstärke einzelner Spots als die Verschiebung zwischen Out-of-Home, Retail Media und redaktioneller Platzierung.
In den von uns beobachteten Handelskategorien stiegen die Ausgaben für Platzierungen am Point of Sale spürbar — oft zulasten klassischer Printbeilagen. Gleichzeitig blieben Fernsehflights in den großen Markenfamilien erhalten, allerdings mit kürzeren Flights und stärkerer Anbindung an saisonale Anlässe.
Für Markenteams heißt das: Wer nur den eigenen Mediaeinkauf betrachtet, übersieht, wie Wettbewerber ihre Sichtbarkeit in den Verkaufsflächen neu staffeln. Ein Blick in die Fachberichterstattung der vergangenen Wochen zeigt, dass genau diese Staffelung derzeit die Debatte prägt — nicht die nächste große Markenkampagne allein.
Wer vor der eigenen Sommerplanung steht, sollte die Frühjahrsbeobachtungen als Vergleichsfolie nutzen: Welche Formate haben Resonanz in der Fachpresse erzeugt, und welche blieben trotz hoher Spendings weitgehend unkommentiert?